Der Egener Berg, der Mount Everest und der Kilimandscharo

Für eine aus dem Bevertal per Pedes kommende Schülerin der Volksschule Egen eine fast tägliche Herausforderung!

Als ich beim Lesen der einmaligen „Weihnachts-Sonderausgabe“ beschloss, über dieses Thema zu schreiben, wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich fast 8 Jahre lang – mit Ausnahme der Ferien – bei jedem Wetter an sechs Tagen in der Woche ( wir hatten auch an den Samstagen Unterricht ) morgens von Kotten nach Egen und mittags von Egen nach Kotten gegangen bin.

 Dies war manchmal hart, besonders bei Regen oder im Winter. Ich erinnere mich daran, wie wir Kinder aus dem „Bieverrott“ an einem frostigen Wintertag sehr große Mühe hatten, mittags den Egener Berg herunter zu kommen, der an seiner steilsten Stelle auf der ganzen Straßenbreite dick vereist war. Wir haben uns dann am Waldrand von Baum zu Baum gehangelt bis wir an der Einfahrt nach Schwickertshausen ankamen und ab da durch Gras gehen konnten.

 Dies hat bei mir wohl großen Respekt für den Egener Berg hinterlassen, weil ich einmal auf die Frage des Lehrers, ob wir drei berühmte Berge nennen könnten, den Mount Everest, den Kilimandscharo und den Egener Berg nannte. Komisch, dass der Lehrer lachte. Aber immerhin akzeptierte er die Antwort als richtig !

Erinnerungen an den Schulunterricht in Egen

Geschrieben von Margret Moritz geb. Lambert
in Dorfzeitung Egen 01/2015